1096. Auktion in Leer

Teuerste Färse war die letzte Katalog-Nr.

Am 17. September veranstaltete der VOST seine 1096. Zuchtviehversteigerung. Zu Beginn standen ca. 25 Zuchtbullen im Katalog. Im Vergleich zur Auktion im August verlief der Markt für diese Kategorie deutlich ruhiger, obwohl einzelne Katalog-Nummern im schnellen Bieterwechsel die 2.000-Euro-Grenze durchbrachen. Es war der Zuchtbetrieb Carl Tammen, Blersum, der mit seinen zwei Katalog-Nummern 10 und 17 bei dem schwierigen Markt ausgesprochen erfolgreich war. Der rotbunte, dunkel gezeichnete Jungbulle konnte sich nicht nur mit seinem Körper im Ring überzeugend präsentieren; in seinem Pedigree haben auch seine weiblichen Vorfahren auf der Mutterseite in den letzten Generationen immer wieder mit hohen Eiweißprozenten zweifellos eine sichere Kontinuität bewiesen. Am Ende hatte der Niederländer das größere Durchhaltevermögen und knapp vor der 3.000-Euro-Linie erhielt er vom Auktionator Heiko Oltmanns den Zuschlag. Auch mit dem anderen Farbschlag hatte der Zuchtbetrieb einen Verkaufserfolg: Für 2.000 Euro im Zuschlag wurde der Classic-Sohn einem inländischen Züchter zugesprochen.

Maki RDC-Tochter

Trotz der Verkaufserfolge für diesen Zuchtbetrieb zeigte sich die Nachfrage für Zuchtbullen insgesamt doch lustlos und einzelne Zuchtbullen konnten erst beim zweiten Durchgang umgesetzt werden. Insofern musste beim durchschnittlichen Zuschlagspreis im Vergleich zum Augusttermin ein Rückgang von 460 Euro auf 1.560 Euro hingenommen werden.

 

1096. Auktion

17. September 2019

1095. Auktion

13. August 2019

Differenz

Zuchtbullen

1.560,- €

2.019,- €

- 459,- €

HB-Färsen (abgekalbt)

1.789,- €

1.852,- €
- 63,- €

Nach dem erfolgreichen Start im August für Abgekalbte war jetzt vier Wochen später die Frage, ob das hohe Preisniveau gehalten werden konnte. Sowohl das Ausland als auch die inländischen Kunden zeigten sich im Vorfeld relativ zurückhaltend. Unsicherheiten in der Milchpreisentwicklung und Futterversorgung sowie nicht zuletzt in der Schlachtviehvermarktung und im Drittlandsexport hatten ihre Wirkung im Käuferverhalten. Mit über 200 Katalog-Nummern war die Auswahl bei den Abgekalbten sehr groß und übereinstimmend wurden von allen Seiten die guten bis sehr guten Exterieurqualitäten und Euteranlagen der Milchtiere gelobt. Nur einzelne Abgekalbte reichten nicht an den Qualitätsstandard ran und boten daher für den einen oder anderen Qualitätskunden auch eine günstige Einkaufsmöglichkeit für kleines Geld. So konnten alle angebotenen Tiere einen Käufer finden und der Markt wurde in dieser Kategorie zu 100 % geräumt.


Mit einem Paukenschlag endete die Auktion der Abgekalbten. Mit 3.900 Euro im Zuschlag war die letzte Katalog-Nr. auch die teuerste Zuchtfärse. Wie auf der Auktion im August war es wieder ein Käufer aus den Niederlanden, der das Bieterduell für sich entscheiden konnte. Mit Tagesleistungen von fast 50 kg Milch hatte die Abgekalbte bereits im Züchterstall Thomas Rohdemann, Berumerfehn, ihr Leistungspotenzial bewiesen. Jetzt im Auktionsring präsentierte sich die hervorragend vorbereitete Zuchtfärse in unschlagbarer Manier.


Trotz weiterer Zuschlagspreise von über 2.000 Euro sank der durchschnittliche Zuschlagspreis auf 1.790 Euro, ein Minus von etwas mehr als 60 Euro. Insgesamt zeigten sich die Beschicker mit dem Marktverlauf dieser Auktion zufrieden.


Die nächste VOST-Auktion findet am 15. Oktober um 10.00 Uhr in der Ostfrieslandhalle Leer statt. ANMELDESCHLUSS ist Montag, der 23. September 2019.