Guter Start in die neue Auktionssaison

Die Kat-Nr. 180, eine Everest-Tochter aus einer Dever-Mutter erlöste 1.850,- Euro

Inland räumt den Markt

Am Dienstag, den 28. August 2018, startete der VOST die neue Saison in der Auktionsvermarktung. Züchter und Veranstalter waren nach diesem Sommer mit Dürre und Futterknappheit unsicher, wie der Start nach der Sommerpause gelingen könnte. Die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Milchpreise und die zukünftigen Exportmöglichkeiten von Zuchtrindern und Milchprodukten, insbesondere nach Osteuropa, hatten die Grundstimmung auf den Zuchtbetrieben eingetrübt und die Erwartungshaltung für den Absatz von abgekalbten Zuchtfärsen gedrückt. Dennoch lief die Auktion besser als vorab erwartet.

Durchschnittliche Zuschlagspreise

   

1084. Auktion
28. August 2018

1083. Auktion
19. Juni 2018

Differenz

  Zuchtbullen

1.482 Euro

1.939 Euro

- 457 Euro

  HB-Färsen (abgekalbt)

1.649 Euro

1.671 Euro - 22 Euro
  HB-Färsen (tragend)

-

1.200 Euro  
  Zuchtkälber 

-

550 Euro  

Den Auftakt bildete das für die Saison vergleichsweise große Angebot an Zuchtbullen. Nach der Körung durch die Kommission musste Auktionator Heiko Oltmanns schon deutlich Einsatz zeigen, um die Zuchtbullen alle "an den Mann" zu bringen. Zum Schluss gelang es ihm dennoch, den Markt zu räumen und alle angebotenen Bullen bei einem Durchschnittspreis von 1.482 Euro (Zuschlagspreis ohne MwSt.) und einer Preisspanne von 1.200 bis 2.100 Euro zu vermarkten. Den Tageshöchstpreis (2.100 Euro) erzielte die Katalog-Nr. 15, ein Milord-Sohn aus VG 88 Goldwin x EX 91 Outside von der Müller Engerhafe GbR aus Südbrookmerland.

Das Angebot der Abgekalbten zeigte sich sowohl in der Exterieurqualität als auch im Leistungsniveau auffallend einheitlich, so dass die Preisschwankungen hier, bis auf wenige Ausnahmen, deutlich geringer ausfielen als bei den Zuchtbullen und die Einzelpreise sich eng um den Durchschnittspreis von 1.650 Euro einordneten. Den Tageshöchstpreis von ebenfalls 2.100 Euro in dieser Kategorie erreichte die Beneken und Kleemann GbR aus Friedeburg für gleich 2 Verkaufsfärsen (Katalog-Nr. 132, eine Unix-Tochter sowie Katalog-Nr. 136, eien Alonzo-Tochter) sowie der Zuchtbetrieb Hillrich und Sandine Kleemann GbR, Burhafe, für die Katalog-Nr. 140, eine Gabino-Tochter aus einer Bube-Mutter.

Die unter den aktuell schwierigen Marktbedingungen erzielten Spitzenpreise wurden ausschließlich von den niederländischen Stammkunden erreicht. Bemerkenswert ist, dass die auswärtigen Käufer gezielt auf Spitzenqualitäten fokussiert waren und der Markt durch die beständige Inlandsnachfrage aus der Region vollständig geräumt werden konnte.

Für die Auktionsbeschicker erfreulich: Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte der Auktionsdurchschnittspreis für Abgekalbte im Vergleich zur Juni-Auktion auf nahezu gleichem Niveau gehalten werden.

Nach dem guten Auftakt in die neue Verkaufssaison kann mit Zuversicht auf die nächste Zuchtviehauktion am Dienstag, den 18.09.2018, gesehen werden.