1082. Auktion

Zum Angebot der 1082. Auktion gehörten auch diese Kälber aus einem Teilherdenverkauf

Export belebt den Zuchtviehmarkt

Bei dem sommerlichen Wetter im nordwestdeutschen Raum hatten die Milchvieh haltenden Betriebe die letzten Tage vielfach für den ersten Grasschnitt und die Silageernte genutzt. Zudem hat die anhaltende Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Milchpreises für Unsicherheit bei den Betriebsleitern und letztendlich zu einer Zurückhaltung bei den anstehenden Einkäufen von Abgekalbten gesorgt. Das führte insgesamt dazu, dass sich diejenigen Käufer, die sich aus dem hiesigen Raum auf den Weg nach Leer gemacht hatten, bei ihren Preisgeboten für abgekalbte Zuchtfärsen zurückhielten und ihre Preislimits konsequent einhielten. Unter diesen Bedingungen gelang es dann auch nicht, alle Kaufaufträge von südwestdeutschen Kunden stückzahlmäßig komplett zu bedienen.

In dieser Situation war der Export für die Beschicker der rettende Anker und sorgte für einen sehr flotten Marktverlauf. Belgien, Italien und Niederlande waren zum Teil mit mehreren Käufern aufgetreten und stritten sich ausdauernd um die besten Qualitäten. Nicht selten wurde die 2.000-Euro-Grenze überschritten. Insgesamt erreichte der Auktionator Heiko Oltmanns für die Beschicker bei fast 40 weiblichen Verkaufstieren Zuschlagspreise von 2.000 Euro und mehr. Mit diesen hohen Einzelpreisen wurde schlussendlich ein durchschnittlicher Zuschlagspreis von 1.841 Euro erreicht; im Vergleich zum April-Termin ein Plus von etwas mehr als 100 Euro.

Durchschnittliche Zuschlagspreise

 

1082. Auktion
15. Mai 2018

1081. Auktion
10. April 2018

Differenz

Zuchtbullen

2.105 Euro

2.111 Euro

- 6 Euro

HB-Färsen (abgekalbt)

1.841 Euro

1.737 Euro + 105 Euro
Zuchtkälber 

- Euro

348 Euro  

Die Katalog-Nr. 125 (v. Aftershock, rechts) erzielte mit 3.000 Euro den Tageshöchstpreis

Mit einem Zuschlagspreis von 3.000 Euro war der Zuchtbetrieb Jakob und Eric Kleemann GbR, Lütetsburg, in der Kategorie der abgekalbten Zuchtfärsen mit der teuersten Färse der erfolgreichste Beschicker. Diese leistungsstarke Shottle-Enkelin (v. Aftershock) aus einer Gabino-Tochter als Mutter wird zukünftig bei einem bekannten Züchter in Belgien den Grundstein für eine neue Kuhfamilie legen. Nicht weniger erfolgreich waren die Zuchtbetriebe Enno und Martin Heeren GbR, Schweindorf, (Katalog-Nr. 45) und Renke Tammen, Simonswolde, (Katalog-Nr. 161) mit ihren Verkaufstieren und einem Zuschlagspreis von jeweils 2.900 Euro.

Trotz dieser Spitzenpreise muss auch festgestellt werden, dass schwächere Qualitäten in der Milchleistung und/oder Exterieur nur mit Preiszugeständnissen verkauft werden konnten. Zum Schluss konnten somit auf dieser Auktion kaufwillige Kunden für jeden Geldbeutel etwas mit nach Hause nehmen.

Auch das kleine Angebot an Zuchtbullen konnte vom Markt vollständig aufgenommen werden. In dieser Kategorie erreichten die Verkäufer bei acht Verkaufstieren Zuschlagspreise von 2.000 Euro und mehr.

Insgesamt lagen in dieser Kategorie die Einzelpreise enger um den Durchschnittspreis von 2.105 Euro im Zuschlag, womit der Durchschnittspreis vom April-Termin faktisch wiederholt werden konnte. Mit Zuschlagspreisen von jeweils 2.500 Euro waren die Zuchtbetriebe Wolfgang Bogena, Neuwesteel, (Katalog-Nr. 10) sowie Heiner Janssen, Boen, mit der Katalog-Nr. 3 die erfolgreichsten Verkäufer.

Einen besonderen Erfolg erreichte der Zuchtbetrieb Heiner Janssen mit seinem Zuchtbullen bei der Körung, wo der ausdrucksstarke Zuchtbulle nicht nur gekört, sondern auch mit dem Prämienzeichen ausgezeichnet worden ist.

Nach diesem insgesamt sehr guten Auktionsverlauf kann mit Zuversicht auf die nächste Zuchtviehauktion am 19. Juni 2018 gesehen werden, da weiterhin eine gute Nachfrage für Qualitäts-Zuchtvieh aus dem In- und Ausland besteht. Der Anmeldeschluss für diese Versteigerung ist Montag, der 28. Mai 2018.